Wachstumspolitik statt Zukunftspolitik: Neue Luftfahrtstrategie ignoriert Hamburgs Realität

Die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung setzt weiterhin auf Wachstum des Luftverkehrs statt auf konsequenten Klima-, Gesundheits- und Lärmschutz. BVF, Germanwatch und VCD kritisieren die industriepolitische Schlagseite des Entwurfs deutlich. Gerade Hamburg zeigt die Folgen dieser Politik: zunehmender Fluglärm, mehr Nachtflüge, steigende Schadstoffbelastungen und fehlende Antworten auf die Frage, wie Luftverkehr mit Klima- und Gesundheitsschutz vereinbar bleiben soll.

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EU-Fluggastrechte unter Druck – und mit ihnen der Schutz der Nacht

Die geplante Reform der EU-Fluggastrechte gefährdet nicht nur den Verbraucherschutz, sondern auch den nächtlichen Lärmschutz. Wenn Airlines erst ab fünf Stunden Verspätung zahlen müssen, entfällt ein zentraler Anreiz für Pünktlichkeit. Die Folge: mehr Starts und Landungen in der sensiblen Nachtzeit, mehr Lärm für die Bevölkerung, weniger Schutz durch bestehende Nachtflugbeschränkungen. Der Schutz der Nachtruhe darf nicht der Luftfahrtlobby geopfert werden.

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10 Euro zur Rettung der Nation – eine Groteske in Flughafenkulisse

10 Euro weniger – und der Standort ist gerettet? So lautet die Erzählung des BDL. Dabei zeigt das DLR-Gutachten: Nur 3,2 % der Verkehrsflaute gehen auf gestiegene Standortkosten zurück. Trotzdem wird ein Lobbyaufwand betrieben, als hinge das Bruttosozialprodukt am Bordkaffee. Die 10-Euro-Frage ist kein Sachargument – sie ist Symbol einer Branche, die Maß, Mitte und Wirklichkeit verloren hat. Willkommen im Theater der Absurditäten.

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