Die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung setzt weiterhin auf Wachstum des Luftverkehrs statt auf konsequenten Klima-, Gesundheits- und Lärmschutz. BVF, Germanwatch und VCD kritisieren die industriepolitische Schlagseite des Entwurfs deutlich. Gerade Hamburg zeigt die Folgen dieser Politik: zunehmender Fluglärm, mehr Nachtflüge, steigende Schadstoffbelastungen und fehlende Antworten auf die Frage, wie Luftverkehr mit Klima- und Gesundheitsschutz vereinbar bleiben soll.
Die geplante Reform der EU-Fluggastrechte gefährdet nicht nur den Verbraucherschutz, sondern auch den nächtlichen Lärmschutz. Wenn Airlines erst ab fünf Stunden Verspätung zahlen müssen, entfällt ein zentraler Anreiz für Pünktlichkeit. Die Folge: mehr Starts und Landungen in der sensiblen Nachtzeit, mehr Lärm für die Bevölkerung, weniger Schutz durch bestehende Nachtflugbeschränkungen. Der Schutz der Nachtruhe darf nicht der Luftfahrtlobby geopfert werden.


