Die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung setzt weiterhin auf Wachstum des Luftverkehrs statt auf konsequenten Klima-, Gesundheits- und Lärmschutz. BVF, Germanwatch und VCD kritisieren die industriepolitische Schlagseite des Entwurfs deutlich. Gerade Hamburg zeigt die Folgen dieser Politik: zunehmender Fluglärm, mehr Nachtflüge, steigende Schadstoffbelastungen und fehlende Antworten auf die Frage, wie Luftverkehr mit Klima- und Gesundheitsschutz vereinbar bleiben soll.
Der Kerosinengpass am Flughafen Hamburg legt schonungslos die Abhängigkeit der Luftfahrt von fossilen Energien offen. Statt zu weniger Emissionen führt der Ausfall zu Umwegen, Zusatzgewicht und Tankstopps – mit noch höheren Belastungen für Klima und Umwelt. Für Betroffene rund um den Flughafen mag es kurzfristig ruhiger werden, doch das Problem wird nur verlagert. Der Vorfall zeigt: Ohne eine planvolle Reduktion des Flugverkehrs bleibt jeder „Spritmangel“ nur ein Störfall, kein Klimaschutz.


