Die EU-Kommission überprüft die Verordnung zum „Balanced Approach“ beim Fluglärm. Doch ein Verfahren, das wirksame Betriebsbeschränkungen als letztes Mittel behandelt, schützt Betroffene nicht ausreichend. Trotz Zero-Pollution-Ziel bleibt die Zahl chronisch Belasteter hoch. BVF und ADF fordern verbindliche Lärmminderungsziele, echte Nachtregelungen und stärkere Beteiligung. Jetzt entscheidet sich, ob Gesundheit im EU-Luftverkehrsrecht tatsächlich Vorrang erhält.
Während Hamburg sich als nachhaltige Metropole inszeniert, steigen die nächtlichen Flugbewegungen auf Rekordniveau – 197 Flüge nach 23 Uhr allein bis Mai. Die Verspätungsregelung schützt nicht, sie legitimiert. Kritik daran wird vom Flughafen als „Stimmungsmache“ diffamiert. Die BIG Fluglärm Hamburg hält dagegen: mit klaren Daten, rechtlichen Schritten und der Forderung nach echter Nachtruhe statt PR-Rhetorik. Hamburg braucht Regeln – keine Ausnahmen für wirtschaftliche Interessen.


